siebter Sinn

Das ist der Ich-finde-den-besten-Strand-Sinn. Oder ist es eher ein Trieb? Heute morgen lässt die Ökonomin auf sich warten. Als sie dann aufgestanden ist schlage ich vor ein Kloster zu besichtigen. Außerdem habe ich von einem kleinen geheimen Strand gelesen. Schnorchelparadies. Liegen unter Palmenwedeln. Sogar eine kleine Taverne. Letzteres überzeugt sie. Ich bin eine gute Gesellschafterin. Schnappe meine Autoschlüssel und verkünde: ich fahre heute. Gestern fuhr sie und mehrfach blieb mir das Herz stehen. Ohne abzubremsen durch die engen Serpentinen. Später erfuhr ich, dass das heimische Cabrio öfter kosmetisch aufbereitet werden muss.
Das Kloster ist still und erhaben. Ein guter Ort sagt sie.
Gestern wollte sie wandern. Als wir die Schlucht erreichen stellte sich heraus dass 7 km-Flussbett-hochklettern keine gute Idee für eine 66Jährige ist. Nach einer Stunde überredet ich sie umzudrehen und zum schönen Sandstrand zu fahren. Der war aber steril und zu sehr Raffaelo Werbung. Plus sphärische beach trance music aus den hippen StrandBars.

Heute ist der Weg zum Strand abenteuerlich. Von weit oben sehen wir wie die Schlucht eine Stück Strand freigibt. Das Meer ist türkis und glitzert uns zu. Wenige Menschen. unten angekommen ist es noch schöner. Grillen zirpen laut. Wir okkupieren zwei der wenigen Liegen. Sie raucht und holt Kaffee. Wie kann es hier am
Ende der Welt eine Taverne geben?
Ich muss immer sofort ins Wasser. Es ist so klar und ich schwimme ausgiebig, erkunde auch die Buchten links und rechts von uns. Schwimme dann weit hinaus aufs offene Meer. Ein Stecknadelkopf im großen Blau. Lege mich aufs Wasser. breite die Arme aus und lasse mich treiben. Denke an die vielen Welten in der Tiefe unter mir. Ein Grab ohne Laut. Aber im dumpfen schweben höre ich laut mein Atmen und das Herz schlagen. Höre wie tausend kleine Kiesel im Wasser aneinander schlagen. Sanfte Wellen gleiten durch mich, über mich. Alles ist im Fluss. Ich lebe.
Alles ist gut.

Auf dem Heimweg über kurvige Straßen am Felsabgrund verschlägt mir die Kulisse die Sprache.
Die Ökonomin aber meint: Ja mei, so kenn mer unser Griechenland.

Inspriration

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Akutes

Willkommen
Willkommen im semantischen Horizont einer Teetasse...
eika - 2021/07/30 15:12
connect
Freunde verschiedener Bereiche schicken viele ewig...
eika - 2021/07/30 14:03
bad behaviour
Born of fear Not out of unkindness but controlled by...
eika - 2021/07/30 13:58
Bankrott
Und er sagt: Ich habe vor einiger Zeit versucht damit...
eika - 2021/07/30 13:46
im halben Schlaf
Das Gegenlicht zwingt meinen Kopf hinüber. Sein Blick...
eika - 2021/07/23 08:58

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